Donnerstag, 14. August 2014

Der Film "Der Medicus" findet Zuspruch bei Filesharern und bei APW Rechtsanwälte & Notar

Die Firma Universal Pictures International Germany GmbH aus Wuppertal lässt derzeit über die Dortmunder  Rechtsanwaltskanzlei  APW Rechtsanwälte & Notar urheberrechtliche Abmahnungen verschicken.
Den Anschlussinhabern wird vorgeworfen den deutschen Film „Der Medicus  über sog. Internettauschbörsen bzw. Peer-to-Peer-Netzwerke unerlaubt öffentlich zugänglich gemacht zu haben. Damit hätten sie dann die Urheberrechte der Firma Universal Pictures International Germany GmbH mittels Filesharing verletzt. Der Film, der nach dem gleichnamigen Weltbestseller Der Medicus von Noah Gordon gedreht wurde,  ist am 25. Dezember 2013 in die Kinos in Deutschland gekommen.
Die APW  Rechtsanwälte & Notar fordern neben der Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung und der sofortigen Löschung des Films  zur Abgeltung aller Ansprüche eine pauschale Zahlung von 530,00 € (Schadensersatzbetrag in Höhe von 380,00 € und Rechtsanwaltskosten in Höhe von 150,00 €).
 
Wie sollten Sie sich verhalten wenn Sie eine Abmahnung wegen Filesharing der APW Rechtsanwälte für den Film „Der Medicus“ erhalten haben?
  • Setzen Sie sich nicht selbst mit der Kanzlei APW  Rechtsanwälte & Notar in Verbindung! Jede noch so unbedachte Äußerung würde zu rechtlich nachteiligen Folgen führen.
  • Unterschreiben Sie die vorgefertigte Unterlassungserklärung auf keinen Fall, da Sie sich dann auch zur Zahlung der geforderten 530,00 € verpflichten und ein Schuldeingeständnis abgeben.
  • Aufgrund der gravierenden Rechtsfolgen und der technischen Fehlerbelastung der Ermittlung der IP-Adresse sollte die Abmahnung fachanwaltlich überprüft werden.
  • Trotz der zweifelhaften Rechtslage und der oft fehlerbehafteten Feststellung der Downloads empfiehlt sich in den meisten Fällen die Abgabe einer modifizierten Unterlassungserklärung.
  • Prüfen Sie, ob der abgemahnte Verstoß tatsächlich über Ihren Anschluss begangen worden ist – ganz gleich ob von Ihnen selbst oder einer anderen Person, die Ihren Anschluss benutzte (Ehepartner, Lebenspartner, Kinder, Enkel, Patienten, Mieter, Kunden, Besucher).
  • Der BGH hat zum einen entschieden, dass ein Anschlussinhaber nicht für volljährige Familienmitglieder und Mitbewohner haftet, die ohne seine Kenntnis Rechtsverletzungen begehen (BGH, Urteil vom 8. Januar 2014 - I ZR 169/12 - BearShare). In diesem Fall haftet das Familienmitglied oder der Mitbewohner selbst.
  • Weiterhin hat der BGH entschieden, dass für den Fall, dass minderjährige Familienmitglieder die Urheberrechtsverletzungen begangen haben, die Haftung der Eltern hierfür davon abhängt, ob sie ihre Kinder über die verbotene Teilnahme an Internettauschbörsen im Vorfeld aufgeklärt haben und zu keiner Zeit davon ausgehen konnten, dass ihr Kind sich nicht an das Verbot hält (BGH, Urteil vom 15.11.2012 – I ZR 74/12 - Morpheus ).
  • Wenn der Verstoß nicht durch den Anschlussinhaber selbst begangen worden ist, kann eine deutliche Reduzierung der Forderung erreicht werden.
 
Ich biete Ihnen an, dass  Sie sich bei mir unverbindlich telefonisch informieren können, in welcher Form, mit welchem Risiko und mit welchen Erfolgsaussichten in Ihrem Fall vorgegangen werden kann. Zu dem Zweck senden Sie mir bitte eine kurze Sachverhaltsschilderung mit Ihren Kontaktdaten per Email oder per Fax.
 
Besser und unkomplizierter wäre es noch, wenn Sie mir, selbstverständlich ebenfalls kostenfrei, die Abmahnung bereits vorab eingescannt per Email,  per Fax oder per Post zukommen lassen würden. Dann lässt sich schon anhand der Fakten die Sache klären.
 
Sollten Sie eine Abmahnung erhalten haben, können Sie sich gerne mit mir
telefonisch :05202 / 7 31 32 ,
per Fax :05202 / 7 38 09 oder
per email :info (at) ra-gerth.de
in Verbindung setzen.